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PostHeaderIcon Trauer

Trauer ist ein emotionaler Zustand zur Bewältigung schwerer verluste.

Das Gefühl der Trauer sollte nicht unterdrückt werden, was in der heutigen Zeit und in einer Gesellschaft mit Neigung zu Öberflächlichkeit und Gefühlslosigkeit, in der die Menschen "funktionieren" müssen, sehr schwierig sein kann.

Trauer lässt sich in vier Phasen einteilen:

Schockzustand - Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens

Der Trauernde kann den Verlust noch nicht begreifen. Er denkt es ist alles nur ein "böser Traum" aus dem er wieder aufwachen kann. Der Verlust wird verleugnet. Diese Phase ist die kürzeste Phase.

Aufbrechende Emotionen - depressive Phase

Es werden Gefühlswallungen erlebt, wie Schmerz, Wut, Angst, Zorn und Schuld. Nach einem Schuldigen wird gesucht. Der Betroffene empfindet Sinnleere und Zukunftsangst, wobei er unter Umständen mit Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche reagiert. Manche versuchen dann sich in Alkohol oder drogen zu flüchten, was leider bei der trauerbewältigung wenig hilft und mehr Probleme verursacht. In dieser phase ist es wichtig seine gefühle zuzulassen, um nicht unter späteren Depressionen zu leiden.

Zeit, die Wunde zu heilen -  Phase der Regression

Der Trauernde zieht sich zurück und sucht nach dem Verlorenen, wobei er an nichts anderes mehr denken kann. Er merkt aber, dass er den Verlorenen nicht finden kann und dieser somit zu einem "inneren" Begleiter wird. Dieser begleiter kann sich dann weiterentwickeln und verändern. Es werden ungelöste Probleme aufgearbeitet und langsam die realität wieder akzeptiert.

Neuer Selbst- und weltbezug - Phase der Anpassung

Der Verlust ist akzeptiert und der Trauerde bewegt sich wieder auf die Welt und ander Menschen zu. Er erlebt vieles intensiver, weil er auch ein wenig Angst vor erneutem Schmerz hat. Aber er kann neue Bindungen, Lebensstile oder Verhaltensmöglichkeiten möglich werden lassen. Auch wenn ein Verlust zu ertragen schwer ist, ist es nicht unmöglich! Das zu wissen gibt dem Trauerden die Kraft für Neues.

Trauernden sollte man die Trauer nicht nehmen, sondern Ssie dabei unterstützen und ihnen zur Seite stehen.

Hier ein paar Dinge die man bei der Betreuung Trauernder beachten sollte:

  • Geb dem Trauernden die Möglichkeit seine Gefühle zu äußern
  • Anwesenheit und stumme Zuwendung hilf mehr wie Worte
  • kleine Aufmerksamkeiten, wie Anrufe und kurze besuche, spenden mehr Trost als man glaubt!
  • Kontakt zu Menschen, die den Trauerprozess abschließen konnten, können hilfreich sein
  • persönliche Verabschiedung der Verstorbenen
  • GEDULD
  • nicht mit seinem eigenen Maßstab messen
  • Trauerprozess nicht zeitlich begrenzen
  • Falsche ratschläge, nutzlose Apelle oder leere Redensarten
  • nicht oberflächlich trösten oder den verlust herunterspielen!

Die Dauer des Trauerprozesses ist individuell!